Eine korrekte Lagerbuchung ist entscheidend für verlässliche Bestände, saubere Auswertungen und eine funktionierende Buchhaltung. In Lexware Warenwirtschaft stehen dafür mehrere Wege zur Verfügung. Doch wann reicht eine Eingangsrechnung – und wann sind Bestellung und Wareneingang sinnvoll?
Lagerbestand direkt über die Eingangsrechnung erhöhen
In Lexware ist es möglich, den Lagerbestand direkt beim Buchen einer Eingangsrechnung zu erhöhen – ganz ohne vorherige Bestellung oder Wareneingang.
Voraussetzungen:
- Artikel ist als lagerführend gekennzeichnet
- Option Lagerbestand erhöhen ist aktiviert
- Ware ist physisch bereits eingetroffen
Geeignet für:
- kleine oder spontane Einkäufe
- Bar- oder Sofortrechnungen
- Büro- und Verbrauchsmaterial
Vorteil: schneller, einfacher Prozess
Nachteil: keine Liefer- oder Bestellhistorie
Wozu dient die Wareneingangsbuchung?
Die Wareneingangsbuchung trennt den physischen Wareneingang von der finanziellen Rechnung. Sie ist besonders sinnvoll, wenn Lieferung und Rechnung zeitlich auseinanderliegen.
Typische Einsatzfälle:
- Teillieferungen
- Lieferprüfung (Menge, Qualität)
- spätere Rechnungseingänge
Vorteile:
- Lagerbestand wird sofort korrekt dargestellt
- bessere Nachvollziehbarkeit
- geringeres Risiko von Fehlbuchungen
Bestellung, Wareneingang oder Eingangsrechnung – was ist sinnvoll?
| Szenario | Empfohlener Weg |
|---|---|
| Spontaneinkauf | Eingangsrechnung |
| Lieferung vor Rechnung | Wareneingang |
| Große Bestellungen | Bestellung + Wareneingang |
| Teillieferungen | Wareneingang |
| Einfache Prozesse | Eingangsrechnung |
Neue Artikel direkt beim Buchen anlegen
Neue Artikel können direkt in Bestellung, Wareneingang oder Eingangsrechnung angelegt werden.
Wichtig:
- „lagerführend“ aktivieren
- Einheit & Artikelgruppe korrekt wählen
- Stammdaten später vervollständigen
Fazit
Lexware Warenwirtschaft bietet flexible Wege zur Lagerbuchung.
Für einfache Abläufe reicht oft die Eingangsrechnung – für strukturierte Einkaufsprozesse sind Bestellung und Wareneingang die bessere Wahl.