Was ist Lymphadenitis

Lymphadenitis ist eine Entzündung der Lymphknoten, die meist durch eine Infektion verursacht wird. Hier sind die wichtigsten Informationen dazu:

Ursachen:

  • Infektionen (häufigste Ursache):
    • Bakterien (z. B. Streptokokken, Staphylokokken, bei Katzenkratzkrankheit)
    • Viren (z. B. EBV, CMV, HIV, Röteln)
    • Pilze oder Parasiten (seltener)
  • Nicht-infektiöse Ursachen:
    • Autoimmunerkrankungen (z. B. Lupus, rheumatoide Arthritis)
    • Krebs (z. B. Lymphome, Metastasen)
    • Medikamentenreaktionen

Symptome:

  • Geschwollene, schmerzhafte Lymphknoten (oft im Hals, Achseln oder Leiste)
  • Rötung und Überwärmung der Haut über dem Knoten
  • Fieber, Müdigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl
  • Bei schweren Fällen: Eiterbildung (Abszess)

Diagnose:

  • Körperliche Untersuchung (Größe, Konsistenz, Schmerzhaftigkeit der Knoten)
  • Bluttests (Entzündungszeichen wie CRP, Blutbild)
  • Bildgebung (Ultraschall, CT bei Verdacht auf Abszess oder Tumor)
  • Biopsie (falls Krebs oder chronische Entzündung vermutet wird)

Behandlung:

  • Bei bakterieller Infektion: Antibiotika (z. B. Penicillin, Cephalosporine)
  • Bei viralem Ursprung: Symptomatische Therapie (Schmerzmittel, Ruhe)
  • Abszess: Drainage oder Punktion
  • Unterstützende Maßnahmen: Kühlung, entzündungshemmende Medikamente

Wann zum Arzt?

  • Wenn Lymphknoten länger als 2 Wochen geschwollen bleiben
  • Bei starken Schmerzen, Fieber oder Gewichtsverlust
  • Bei Verdacht auf Krebs (z. B. harte, schmerzlose Knoten)

Falls Sie spezifischere Fragen haben (z. B. zu einer bestimmten Ursache oder Behandlung), helfe ich gerne weiter! 😊

Gast: lymphadentitis mesenterialis bt. funktionelle obstruktion

Lymphadenitis mesenterialis (auch mesenteriale Lymphadenitis) ist eine Entzündung der Lymphknoten im Mesenterium (Gekröse), dem Bindegewebe, das den Darm hält. Wenn sie mit einer funktionellen Obstruktion (Darmverschluss ohne mechanische Blockade) einhergeht, kann das zu starken Bauchschmerzen und anderen Symptomen führen.


Ursachen & Auslöser:

  1. Infektionen (häufigste Ursache):
    • Viren: z. B. Adenoviren, Enteroviren, EBV (Pfeiffer’sches Drüsenfieber)
    • Bakterien: z. B. Yersinia enterocoliticaCampylobacterSalmonellen
    • Parasiten: z. B. Giardia lamblia (selten)
  2. Entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  3. Autoimmunreaktionen (selten)
  4. Unklare Ursache (idiopathisch, häufig bei Kindern)

Symptome:

  • Akute Bauchschmerzen (oft rechts unten, ähnlich wie Blinddarmentzündung!)
  • Funktionelle Obstruktion (Darmlähmung ohne mechanischen Verschluss):
    • Übelkeit, Erbrechen
    • Aufgetriebener Bauch (Meteorismus)
    • Verstopfung oder Durchfall
    • Ggf. Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl

Diagnose:

  1. Körperliche Untersuchung:
    • Druckschmerz im rechten Unterbauch (DD: Appendizitis!)
    • Ggf. tastbare Resistenz (vergrößerte Lymphknoten)
  2. Labor:
    • Entzündungszeichen (CRP↑, Leukozyten↑)
    • Stuhlkultur (bei Verdacht auf bakterielle Infektion)
  3. Bildgebung:
    • Ultraschall: Vergrößerte Lymphknoten im Mesenterium (>5 mm)
    • CT/MRT: Bei unklaren Fällen (Ausschluss Appendizitis, Abszess, Tumor)
    • Röntgen-Abdomen: Bei Verdacht auf Ileus (Darmverschluss)

Therapie:

  1. Konservativ (meist ausreichend, da oft viral bedingt):
    • Schmerzmanagement: z. B. Paracetamol, NSAR (Vorsicht bei Magenreizung!)
    • Flüssigkeitsausgleich: Bei Erbrechen/Dehydrierung (ggf. Infusion)
    • Darmruhe: Leichte Kost, ggf. kurzfristig Nahrungskarenz
  2. Antibiotika (nur bei bakterieller Ursache, z. B. Yersiniose):
    • z. B. Ciprofloxacin, Cephalosporine
  3. Operativ (selten, nur bei Komplikationen):
    • Bei Abszessbildung oder Verdacht auf Appendizitis

Differenzialdiagnosen (wichtig!):

  • Appendizitis (häufigste DD, oft OP nötig)
  • Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung)
  • Divertikulitis (bei älteren Patienten)
  • Tumoren (Lymphom, Metastasen)

Prognose:

  • Meist gutartig und selbstlimitierend (heilt innerhalb von 1–2 Wochen aus).
  • Bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen.
  • Warnsignale (→ sofort zum Arzt!):
    • Starke, zunehmende Schmerzen
    • Fieber >38,5°C
    • Erbrechen + Stuhlverhalt (Ileus-Gefahr!)

Falls Sie konkrete Fragen zu Diagnostik oder Therapie haben, helfe ich gerne weiter! 😊

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