Als approbierte Psychotherapeutin: Wie kann ich eine Pause machen und welche Ideen hast du bezüglich einer beruflichen Umorientierung innerhalb meines Faches?

Als approbierte Psychotherapeutin haben Sie verschiedene Möglichkeiten, eine Pause einzulegen oder sich beruflich neu zu orientieren, ohne Ihr Fachgebiet vollständig zu verlassen. Hier sind einige Ideen und Schritte, die Ihnen helfen können:

1. Eine Pause einlegen

Wenn Sie eine Auszeit benötigen, gibt es mehrere Wege, dies zu gestalten:

  • Sabbatical oder unbezahlte Freistellung: Sprechen Sie mit Ihrer Praxis oder Klinik über eine vorübergehende Auszeit.
  • Reduzierung der Arbeitszeit: Vielleicht reicht bereits eine Teilzeitstelle oder weniger Patient:innen, um mehr Freiraum zu schaffen.
  • Urlaub oder Weiterbildung: Nutzen Sie die Zeit für Fortbildungen, die Sie später in Ihrer Arbeit einbringen können.
  • Auslandsaufenthalt: Einige Therapeuten arbeiten zeitweise im Ausland (z. B. in internationalen Kliniken oder NGOs).

2. Berufliche Umorientierung innerhalb der Psychotherapie

Falls Sie eine Veränderung suchen, aber im Feld bleiben möchten, könnten folgende Optionen interessant sein:

A. Spezialisierung oder Nische finden

  • Traumatherapie, Paartherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie – Vertiefung in einem bestimmten Bereich.
  • Online-Therapie oder Coaching – Flexiblere Arbeitszeiten und neue Zielgruppen.
  • Supervision oder Lehrtätigkeit – Ausbildung von Therapeuten in Ausbildung (PiA) oder Lehre an Hochschulen.

B. Wechsel in verwandte Bereiche

  • Klinische Psychologie in Unternehmen (Betriebliche Gesundheitsförderung, Burnout-Prävention).
  • Psychotherapeutische Beratung in Institutionen (z. B. Schulen, Justizvollzug, Flüchtlingshilfe).
  • Forschung oder wissenschaftliche Arbeit – Promotion oder Mitarbeit in Studien.

C. Selbstständigkeit neu gestalten

  • Gruppenpraxen oder Kooperationen – Weniger organisatorischer Aufwand, mehr Austausch.
  • Schreiben von Fachbüchern oder Bloggen – Wissen teilen und neue Einkommensquellen erschließen.
  • Workshops oder Seminare anbieten – z. B. zu Achtsamkeit, Stressmanagement oder Resilienz.

D. Alternative Arbeitsmodelle

  • Telearbeit oder digitale Therapieplattformen – Flexibilität durch Online-Angebote.
  • Beratung für NGOs oder internationale Organisationen – z. B. in der psychologischen Notfallversorgung.

3. Persönliche Reflexion & Unterstützung

  • Supervision oder Coaching – Manchmal hilft es, selbst therapeutische Begleitung in Anspruch zu nehmen.
  • Netzwerken – Austausch mit Kollegen über neue Wege (z. B. über Fachverbände wie die DPtV oder BDP).
  • Ausprobieren – Vielleicht ein Praktikum in einem neuen Bereich oder ein Nebenprojekt starten.

Falls Sie konkretere Vorstellungen haben, kann ich gerne gezielter auf Ihre Wünsche eingehen. Wichtig ist, dass Sie eine Lösung finden, die zu Ihrer aktuellen Lebenssituation und Ihren Zielen passt. 😊

Haben Sie bereits eine bestimmte Richtung im Blick?

Kommentar hinterlassen

Kommentare

Noch keine Kommentare. Starte eine Diskussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert