Was verursacht Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen (auch Arrhythmien genannt) können durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Sie entstehen, wenn die elektrischen Impulse, die den Herzschlag steuern, nicht richtig funktionieren. Hier sind die häufigsten Ursachen:

1. Herzbezogene Ursachen

  • Koronare Herzkrankheit (KHK): Verengte oder blockierte Herzkranzgefäße können die Sauerstoffversorgung des Herzens beeinträchtigen und zu Rhythmusstörungen führen.
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt): Eine Schädigung des Herzmuskels nach einem Infarkt kann die elektrische Leitfähigkeit stören.
  • Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien): Eine geschwächte oder verdickte Herzmuskulatur kann die elektrische Aktivität beeinträchtigen.
  • Herzklappenerkrankungen: Undichte oder verengte Herzklappen können den Blutfluss stören und Rhythmusprobleme verursachen.
  • Entzündungen des Herzens (Myokarditis, Endokarditis, Perikarditis): Infektionen oder Entzündungen können die elektrische Leitfähigkeit des Herzens beeinträchtigen.

2. Elektrische Leitungsstörungen im Herzen

  • Vorhofflimmern (VHF): Die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen, bei der die Vorhöfe unregelmäßig und schnell schlagen.
  • AV-Block (Atrioventrikularer Block): Eine Störung der Signalübertragung zwischen Vorhöfen und Kammern.
  • WPW-Syndrom (Wolff-Parkinson-White-Syndrom): Eine angeborene zusätzliche Leitungsbahn, die zu schnellen Herzschlägen führen kann.
  • Long-QT-Syndrom & Brugada-Syndrom: Genetische Störungen, die zu gefährlichen Rhythmusstörungen führen können.

3. Externe Auslöser & Lebensstilfaktoren

  • Stress & Angst: Psychische Belastung kann das autonome Nervensystem beeinflussen und Herzrhythmusstörungen begünstigen.
  • Koffein, Alkohol & Nikotin: Übermäßiger Konsum kann das Herz reizen und Rhythmusstörungen auslösen.
  • Drogen (z. B. Kokain, Amphetamine): Diese können die Herzfrequenz gefährlich erhöhen.
  • Elektrolytstörungen (Kalium, Magnesium, Calcium): Ein Ungleichgewicht dieser Mineralstoffe kann die elektrische Aktivität des Herzens stören.
  • Schilddrüsenprobleme (Hyperthyreose, Hypothyreose): Eine Über- oder Unterfunktion kann den Herzrhythmus beeinflussen.
  • Bluthochdruck (Hypertonie): Erhöht die Belastung des Herzens und kann zu Rhythmusstörungen führen.

4. Medikamente & medizinische Eingriffe

  • Bestimmte Medikamente (z. B. Antiarrhythmika, Asthmamedikamente, Antidepressiva): Einige Arzneimittel können als Nebenwirkung Herzrhythmusstörungen verursachen.
  • Herzoperationen oder Katheterablationen: Narbenbildung nach Eingriffen kann die elektrische Leitfähigkeit beeinträchtigen.

5. Angeborene Faktoren

  • Genetische Veranlagung: Manche Menschen haben eine angeborene Neigung zu Herzrhythmusstörungen (z. B. Long-QT-Syndrom).

Wann zum Arzt?

Herzrhythmusstörungen können harmlos sein (z. B. gelegentliche Extraschläge), aber auch lebensbedrohlich (z. B. Kammerflimmern). Warnsignale sind:

  • Schwindel oder Ohnmacht
  • Brustschmerzen
  • Atemnot
  • Plötzliche, starke Herzrasen

Falls solche Symptome auftreten, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Möchten Sie mehr über eine bestimmte Art von Herzrhythmusstörung wissen? Ich helfe gerne weiter! 😊

Häufig gestellte Fragen

Was sind die häufigsten herzbezogenen Ursachen für Herzrhythmusstörungen?

Die häufigsten herzbezogenen Ursachen sind koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien), Herzklappenerkrankungen und Entzündungen des Herzens wie Myokarditis oder Endokarditis. Diese können die Sauerstoffversorgung, die elektrische Leitfähigkeit oder den Blutfluss im Herzen beeinträchtigen.

Können Lebensstilfaktoren Herzrhythmusstörungen auslösen?

Ja, Faktoren wie Stress, übermäßiger Konsum von Koffein, Alkohol oder Nikotin, Drogenkonsum sowie Elektrolytstörungen (z. B. Kaliummangel) können Herzrhythmusstörungen begünstigen. Auch Schilddrüsenprobleme oder Bluthochdruck spielen eine Rolle.

Wann sollte man bei Herzrhythmusstörungen einen Arzt aufsuchen?

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn Warnsignale wie Schwindel, Ohnmacht, Brustschmerzen, Atemnot oder ein unregelmäßiger Puls auftreten. Auch bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Symptomen ist eine medizinische Abklärung wichtig, da einige Rhythmusstörungen lebensbedrohlich sein können.
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