Die Weihnachtsoktave (auch Weihnachtszeit oder Christfestoktave genannt) ist ein Begriff aus der christlichen Liturgie, insbesondere der katholischen Kirche, und bezeichnet die acht Tage von Weihnachten (25. Dezember) bis Neujahr (1. Januar).
Bedeutung der Weihnachtsoktave
- Oktav (von lateinisch octavus = “der achte”) bedeutet eine achtägige Feierperiode, die in der Kirche für besonders hochrangige Feste wie Ostern und Weihnachten gilt.
- Die Weihnachtsoktave beginnt mit der Geburt Christi (25. Dezember) und endet mit dem Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar).
- Jeder Tag der Oktav hat eine besondere Bedeutung und wird in der Liturgie mit eigenen Gebeten und Lesungen gefeiert.
Die Tage der Weihnachtsoktave
- 25. Dezember – Hochfest der Geburt des Herrn (Weihnachten)
- Der zentrale Festtag der Weihnachtszeit.
- 26. Dezember – Fest des Heiligen Stephanus (Stephanstag)
- Gedenken an den ersten christlichen Märtyrer.
- 27. Dezember – Fest des Heiligen Johannes (Apostel und Evangelist)
- Erinnerung an den “Lieblingsjünger” Jesu.
- 28. Dezember – Fest der Unschuldigen Kinder (Kindermord von Bethlehem)
- Gedenken an die von Herodes getöteten Kinder.
- 29. Dezember – Fest der Heiligen Familie
- Betonung der Familie als Keimzelle des Glaubens.
- 30. Dezember – Sechster Tag in der Oktav
- Kein eigenes Fest, aber liturgische Besonderheiten.
- 31. Dezember – Siebter Tag in der Oktav (Silvester)
- Oft mit Dankgebeten für das vergangene Jahr.
- 1. Januar – Hochfest der Gottesmutter Maria (Neujahr)
- Maria als Mutter Jesu und der Kirche.
Besonderheiten der Weihnachtsoktave
- In der katholischen Kirche werden in dieser Zeit besondere Weihnachtslieder (z. B. “Adeste fideles”) gesungen.
- Die Weihnachtskrippe bleibt bis zum Fest der Taufe des Herrn (meist das erste Sonntag nach dem 6. Januar) stehen.
- In einigen Traditionen endet die Weihnachtszeit erst mit Dreikönig (6. Januar).
Falls du noch mehr über bestimmte Bräuche oder liturgische Details wissen möchtest, frag gerne! 😊🎄