Ein praxisorientierter Ansatz für Best-Practice-Austausch und nachhaltige Zusammenarbeit
Internationale Partnerschaften sind ein zentraler Bestandteil moderner Managementstudiengänge. Sie fördern interkulturelle Kompetenzen, erhöhen die Attraktivität des Studienangebots und schaffen Mehrwert für Studierende, Lehrende und Institutionen. Doch erfolgreiche Kooperationen entstehen nicht zufällig – sie erfordern strukturierte Vorbereitung, klare Ziele und nachhaltige Nachbereitung.
Dieser Beitrag zeigt, wie der Besuch bei Partnerhochschulen gezielt genutzt werden kann, um Zusammenarbeit im Studiengangmanagement zu vertiefen und Best Practices auszutauschen.
Zielsetzung internationaler Hochschulbesuche
Ein institutioneller Besuch sollte mehr sein als ein formeller Austausch. Zentrale Ziele können sein:
- Verbesserung der Studiengangsorganisation und -qualität
- Austausch bewährter Lehr- und Managementpraktiken
- Entwicklung gemeinsamer Lehr-, Mobilitäts- oder Forschungsformate
- Stärkung persönlicher Netzwerke auf administrativer und akademischer Ebene
1. Vorbereitungsphase: Die Basis für erfolgreichen Austausch
Bedarfe und Erwartungen klären
Vor dem Besuch empfiehlt sich eine strukturierte Analyse:
- Welche Herausforderungen bestehen im Studiengangmanagement?
- Wo besteht konkreter Austauschbedarf (z. B. Curricula, Mobilität, Digitalisierung)?
- Welche Erwartungen haben Lehrende, Studierende und Verwaltung?
Kurze Umfragen oder interne Gespräche helfen, Schwerpunkte klar zu definieren.
Best Practices identifizieren
Erfolgreiche Kooperationsmodelle anderer Hochschulen können als Inspiration dienen:
- gemeinsame Module oder Summer Schools
- Double-Degree- oder Joint-Programme
- virtuelle Lehrformate oder Blended-Learning-Ansätze
Agenda gemeinsam abstimmen
Ein früher Austausch mit den Partnerhochschulen ermöglicht:
- klare Zieldefinition für den Besuch
- passgenaue Workshops und Gesprächsformate
- effiziente Nutzung der verfügbaren Zeit
2. Durchführungsphase: Austausch auf Augenhöhe
Fachliche Workshops & Round Tables
Mögliche Themenfelder:
- Curriculumentwicklung im Managementstudium
Abgleich von Lernzielen, Praxisanteilen und regionalen Schwerpunkten - Studierenden- und Lehrendenmobilität
Anerkennung von Leistungen, organisatorische Abläufe, Unterstützungsstrukturen - Digitale und hybride Lehrformate
Erfahrungen mit virtuellen Austauschformaten und gemeinsamen Online-Kursen
Ziel ist es, konkrete Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte zu identifizieren.
Institutionelle Vernetzung
Gespräche mit:
- Studiengangsleitungen
- International Offices
- Career Services
unterstützen langfristige Kooperationen, etwa im Bereich Praktika, Praxisprojekte oder Forschung.
Dokumentation & Feedback
- Ergebnisse und Vereinbarungen festhalten
- Feedback der Teilnehmenden einholen
- offene Punkte klar benennen
3. Nachbereitungsphase: Nachhaltigkeit sichern
Ergebnisse auswerten
Ein strukturierter Besuchsbericht hilft:
- Erkenntnisse intern zu kommunizieren
- Prioritäten für die Umsetzung festzulegen
- die Hochschulleitung einzubinden
Pilotprojekte starten
Statt großer Konzepte empfiehlt sich der Einstieg über:
- einzelne gemeinsame Lehrveranstaltungen
- virtuelle Austauschformate
- kleinere Mobilitätsprogramme
Regelmäßigen Austausch etablieren
- digitale Folgetreffen
- feste Ansprechpartner auf beiden Seiten
- Planung von Gegenbesuchen
4. Langfristige Perspektiven
Erfolgreiche Kooperationen können langfristig ausgebaut werden, z. B. durch:
- Profilbildung im Studiengang (z. B. regionale oder thematische Schwerpunkte)
- Aufbau eines internationalen Lehr- und Forschungsnetzwerks
- gemeinsame Drittmittelprojekte
- stärkere Einbindung externer Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft
Fazit
Internationale Hochschulbesuche bieten enormes Potenzial für das Studiengangmanagement – wenn sie strategisch geplant und konsequent nachbereitet werden. Der Austausch von Best Practices, die Entwicklung gemeinsamer Formate und der Aufbau persönlicher Netzwerke tragen wesentlich zur Qualität und Zukunftsfähigkeit von Managementstudiengängen bei.
Ein klar strukturierter Ansatz hilft dabei, aus einem Besuch nachhaltige Kooperationen mit echtem Mehrwert zu entwickeln.