Sport: Nationaltorwart Robert Enke ist tot |
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Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Nationaltorwart Robert Enke gestorben
10. November 2009 Der Fußball-Nationaltorwart Robert Enke ist tot. Das bestätigten die Polizei Hannover sowie der Verein Hannover 96. Enke wurde 32 Jahre alt. Die Polizei berichtete, erste Hinweise deuteten auf einen Selbstmord hin. Enke sei gegen 18.25 Uhr an einem Bahnübergang bei Neustadt-Eilvese, nicht weit von Enkes Wohnort entfernt, von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Weiterlesen |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
OMG, mit 32 Jahren hat man doch noch alles vor sich. Warum sich also selbst töten? Die Gründe werden wahrscheinlich ab morgen in der BILD und Co. zerrissen werden, aber die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren.
Ich hab mit Fussball ja nicht viel am Hut und kenne, bzw. kannte ihn nicht, dennoch das ist schon ein bissi hart. |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Da ich nun die Nationalelf mittlerweile ganz gerne mag und anschaue, war ich schon irgendwie erschüttert. Was auch immer ihn dazu bewogen hat...ich hoffe er findet jetzt den Frieden, den er wohl auf dieser Welt nicht finden konnte/wollte.
Ich wünsch seiner Frau mit der erst kürzlich adoptierten Tochter ganz viel Kraft. Die wird sie jetzt brauchen. Gerade für die Frau muss das jetzt echt der Hammer sein, wo sie doch schon den Tod der leiblichen Tochter verarbeiten musste und nun auch noch ihr Mann. |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Ich war auch ziemlich fassungslos, als ich die Nachricht nichts ahnend beim Stöbern im Videotext gestern Abend gelesen hab und bin dann noch ne ganze Weile vorm TV hängengeblieben und hab mir die ersten Nachrichten dazu im DSF angesehen. Robert Enke war mir immer total sympathisch und als seine Tochter damals gestorben ist, hab ich ein wenig mitgelitten, weil ich da selbst grad Mama geworden und bei solchen Ereignissen ziemlich sensibel war. Hab im ersten Moment gestern beim Lesen seiner Todesnachricht gedacht, er hätte den Tod seiner Tochter vielleicht nicht verkraftet und deswegen diesen Weg gewählt, aber wer weiß schon, was in einem Menschen vorgeht, der nur noch diesen einen Ausweg sieht - warum auch immer.
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Bin kein wirklicher Fußballfan, aber als Hannoveraner war ich dann doch ab und an mal im Stadion. Der Enke war ein sympathischer junger Mann, immer freundlich, bodenständig und nicht abgehoben. Teilweise fuhr er mit Bussen und Bahn zum Training und ließ den teuren Geländewagen stehen. Er nahm sich, wie ich hörte, imemr Zeit für Autogramme und die Fans.
Der Verein und die Stadt hannover haben einen Ausnahmesportler verloren. Ich muss ehrlich sagen, ich war noch nie durch den Tod eines mir nicht wirklich bekannten Prominenten derart traurig, wie ich es jetzt bin. Die Tatsache, dass seine Todesstelle wenige 100 m vom Friedhof, auf dem seine Tochter begraben ist, entfernt liegt, lässt erahnen, dass hier ein Zusammenhang bestehen wird. Geändert von Tobold (11.11.2009 um 12:31 Uhr) |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Das hatte mich gestern auch etwas überraschend erwischt. Heute Morgen dann noch zu lesen das es wohl Selbstmord war, hat mich dann doch auch ziemlich geschockt. Er schien wirklich ein normaler, sympathischer Mensch zu sein und nicht so ein abgehobener Fussball-Fuzzi.
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#7 |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Wir haben gestern auch doof aus der Wäsche geschaut, als wir das zufällig mitbekamen. Beide mögen wir Fußball, und mein Schatzi, der ja nun Hannoveraner ist war ganz schön geschockt. Mich wundert lediglich, dass angeblich außer seiner Frau niemand wußte, dass er unter Depressionen litt. Eine ganz furchtbare Krankheit, ich hoffe seine Frau und seine Adoptivtochter haben Menschen um sich, die sich ehrlich um die beiden kümmern, denn die beiden leiden jetzt am allermeisten.
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Ich habe es gestern schon gelesen und dachte erst "nee son quatsch"...
Mein herzliches Beileid an seine Frau und Angehörige! |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist totMich wundert lediglich, dass angeblich außer seiner Frau niemand wußte, dass er unter Depressionen litt.
Er hat das wohl geheimgehalten, so das nur seine Frau und sein Arzt Bescheid wußten. Ich stelle mir das für einen Depressionskranken auch unglaublich schlimm vor, wenn man dann noch Thema in der Boulevard-Presse ist. Kann den Schritt von daher gut verstehen und bedauere das er es nicht geschafft hat. |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Fresst mich, aber Selbstmord war in seiner Situation mit Kind und Kegel, purer Egoismus und einfach inakzeptabel. Besonders bei einer bekannten Persönlichkeit die Jugendliche beeinflusst. War er tatsächlich depressiv, hätte er sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen müssen.
Ich reagiere hart auf das Thema, weil ich erlebt habe wie der Selbstmord des Vaters Einfluss auf das Leben eines Schulfreundes genommen hat. Geändert von Neuromancer (12.11.2009 um 20:17 Uhr) |
| Folgender Benutzer sagt Danke zu für den nützlichen Beitrag: |
| blueberry (18.11.2009) |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Mit solchen Aussagen muss man denke ich schon vorsichtig sein. Dass er egoistisch gehandelt hat, kann man ja so sehen. Aber Depressionen setzen einem schon zu. Hier wird das Weltbild verzerrt. Man sieht sich als Last für andere und denkt, man hilft den anderen damit eher als dass man sie verletzt. In so einem Zustand ist man davon u.U. sogar überzeugt. Ob es bei Enke so war, kann wohl keiner außer sein Arzt sagen. Aber Depressionen werden deutlich unterschätzt und man sollte auf jeden Fall darüber sprechen. Natürlich haben seine Familienangehörigen und seine Freunde mein Beileid. Aber für ihn war es der letzte Weg. Zu den Depressionen kam ja auch noch der Leistungsdruck. Auch wenn dieser vom Verein und der Liga nicht so groß gewesen sein sollte, so ist es immer noch eine andere Sache, wie man so einen Druck psychisch auffasst. Zudem hat er sich selber Druck gemacht. Fußball ist sein Leben gewesen. Was kommt danach? Was, wenn er den Fans und dem Verein nicht gerecht werden kann? Auch wenn er der einzige war, der es so gesehen hat, so war es für ihn Realität.
Depressionen sollten in der Gesellschaft anerkannt werden. Vielfach wird es als Banalität abgetan. Viele Menschen verstehen vielleicht auch nicht, was Depressionen sind. Es ist ja verständlich, wenn man sich als gesunder Mensch nicht in die Köpfe anderer - eben Kranker - Menschen versetzen kann. Aber Akzeptieren muss man das trotzdem. Ich verstehe auch, wieso er Angst hatte, es dem Verein zu sagen. Eben WEIL die meisten Menschen es nicht verstehen und dementsprechend auch falsch handeln. Wenn man mit seinen Depressionen umgehen kann, dann ist das ein Glücksfall. Viele können es nicht, aber anderen anvertrauen können sie sich auch nicht. Zum einen aus Angst vielleicht in der Gesellschaft nicht mehr akzeptiert oder gar ausgestoßen zu werden oder auch, weil die Arbeitgeber ihn dann auf die Abschussliste setzen. Wer will schon eine tickende Zeitbombe im Team haben. Schließlich könnte man sich ja damit öfters Krank melden, das würde zu finanziellen Verlusten für den Arbeitgeber führen, etc. Kranke sind eben eine Belastung. Addiert man jetzt den Leistungsdruck, die Angst, nicht mehr Fußball spielen zu können, weil jeder Verein die Krankheit fürchtet und noch den Verlust der eigenen Tochter, dann ist dieses Vorgehen durchaus nachvollziehbar. Wenngleich auch nicht für die meisten. Ich heiße es jetzt nicht gut, was er gemacht hat. Dass er Frau und Kind alleine lässt. Aber ich möchte nicht in seinem Kopf gesteckt haben und seine Probleme gehabt haben. Ich will nur sagen, dass ich seinen Schritt durchaus nachvollziehen kann und dass man sich mal in seinem Umfeld damit beschäftigen sollte und auch darüber sprechen sollte. Depressionen muss man ernst nehmen und es muss in der Gesellschaft anerkannt werden. Nicht jeder der Depressionen hat, ist auch gleich (egal ob auf kurz oder lang) Arbeitsunfähig. Man muss ihnen eben den Anreiz bieten sich zu entwickeln und sie nicht noch mit übermäßigen Druck belasten. |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist totFresst mich, aber Selbstmord war in seiner Situation mit Kind und Kegel, purer Egoismus und einfach inakzeptabel. Besonders bei einer bekannten Persönlichkeit die Jugendliche beeinflusst. War er tatsächlich depressiv, hätte er sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen müssen.
Ich reagiere hart auf das Thema, weil ich erlebt habe wie der Selbstmord des Vaters Einfluss auf das Leben eines Schulfreundes genommen hat. Das unterschreibe ich so. Ich kenn mich da leider auch viel zu gut mit aus. Neun Jahre hab ich diese Situationen mit meinem damaligen Partner durchgestanden. Ich kann für seine Frau nur hoffen, dass sie nach vorne sehen kann, irgendwann. Denn man darf bei allem Trubel um den Selbstmord nicht vergessen, dass seine Frau wie ich vermute sehr drunter gelitten hat, ein depressiver Partner, der keine Zukunft mehr sieht, Angst hat, lässt einen selbst irgendwann schwarz sehen, auch wenn man eigentlich ein positiver Mensch ist. Daran wird sie noch Jahre zu knabbern haben. Und man möge bedenken, dass nicht nur ER seine Tochter verloren hat, sondern auch sie. Seine Vergangenheit wird von allen Seiten beleuchtet, aber die Person, die das bedeutend schwerere Los gezogen hat, die wird nicht gesehen. Wenn mal nicht die Medien noch irgendeinen Mist sich ausdenken, nur um einen Schuldigen für den Suizid zu finden. *denk* |
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AW: Nationaltorwart Robert Enke ist tot
Natürlich hat seine Frau der Tod der gemeinsamen Tochter ebenso mitgenommen. Aber sie ist nicht oder nicht in diesem Maße depressiv. Wie schon gesagt, das Realitätsbild und auch das Gefühlsleben depressiver Menschen tickt gravierend anders. Das kann man sich als gesunder Mensch nicht vorstellen. Ich sage auch nicht, dass das der Auslöser war. Ansonsten hätte er sich auch schon früher umgebracht. Es ist das Zusammenkommen aller Probleme, die ihn haben verzweifeln lassen.
Es gibt unterschiedliche Grade bei Depression. Seine möchte ich nicht haben. Eines haben die meisten Depressiven aber gemeinsam: Sie lassen sich das nicht anmerken und sprechen nur mit bestimmten Vertrauenswürdigen Personen darüber. Als Partner ist es natürlich schwer damit umzugehen. Aber da ist ja schon das Problem, dass wenn man sich seinem Partner nicht anvertraut, es nicht mehr sehr viele andere Vertrauenspersonen gibt. So bleibt man damit alleine und irgendwann zündet dann evtl. die Bombe. Und deswegen sollte man Depressionen auch nicht abtun sondern offen darüber sprechen. Es zerfrisst einen sonst nur. |