|
|
#31 |
|
|
AW: Finanzkrise
siehe Antworten
Moin!
Du weißt aber schon, dass die Hierarchie eben nicht Bund > Länder, sonder eben genau umgekehrt ist, ja? Das hat diverse historische Gründe und spiegelt auch regionale Unterschiede wesentlich besser auf bundespolitischer Ebene wider. Deswegen hat die EU das ja auch übernommen. Weil wir auch nicht alle PickUps fahren, obwohl sie eine große Ladefläche haben. Andere wollen nun mal evtl. lieber einen Sportwagen, einen Kombi oder einen Van. Vor allem kann man aber aus verschiedensten Gründen anderen Ländern eben nicht einfach das System eines anderen Bundeslandes überstülpen und dann erwarten, dass das super anschlägt. Auch der internationale Vergleich von Schulsystemen ist da wesentlich schwieriger, als die Presse da gerne suggeriert - mit Ganztagsschulen ist eben nicht die Nation gerettet. Da fehlt zum Beispiel noch das große Sekundärfeld der ergänzenden Pädagogik (Nachmittagsangebote, Freizeit- und Jugendclubs, ...). Überdies würde eine Adaption des bayrischen Lehrsystems z.B. in Niedersachsen nicht dazu führen, dass die Leute besser würden, sondern das wahrscheinlich viele Leute noch nicht mal mehr ihren Realschulabschluss bekommen würden - eben weil die Ansprüche da unten höher sind. Wer wäre da der Gewinner? Wie ich schrieb, nur soweit möglich. Es ist vollkommen klar daß wir Landesregierungen brauchen die auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Region reagieren können. Muss ich das extra erwähnen? Beim Bildungsbereich bleibe ich weiter bei meiner Meinung. Die ersten Jahre würden natürlich schwer sein, aber nach einer gewissen Zeit könnte auch ein Berliner Abiturient wenigstens die Grundrechnunsarten. Davon abgesehen ist das nur ein Beispiel. Meinetwegen kannst du auch über die 16 Verordnungen für freiwillige Feuerwehren etc. reden. Ich dachte Subventionen sind böse und werden immer nur abgegrast und später die Arbeitsplätze dennoch vernichtet?! Und ja, das machen auch viele Mittelstandsunternehmen. Deutschland besteht nun mal zu einem großen Teil aus Mittelstand und nicht aus Großunternehmen - und auch die Mittelständer haben sich schon in den 1980er und 1990er Jahren auf die Vorteile der Globalisierung gestürzt und angefangen Arbeiten und Produktion, sofern möglich, gerne in "Billiglohnländern" auszulagern. Die Frage ist doch eher, ob eine Förderung - und zwar ganz gleich welche - überhaupt(!) sinnvoll ist. Denn: Eine Förderung muss immer von irgendwem getragen werden und verzehrt gleichzeitig immer(!) den Wettbewerb zu Ungunsten des Ungeförderten. Einen absoluten Standortvorteil gibt es ohnehin kaum, eine Ausgleich von Standortnachteilen durch Förderungen (gleich welcher Art) zieht im Kern nur künstlich Unternehmen, die wahrscheinlich nach Verzehr der gewonnenen Vorteile zum nächsten Standort weiter ziehen wird, der dann die meisten Vorteile bietet. Wann habe ich das Wort Förderung in den Mund genommen? Ich komme aus einer Kleinstadt mit einigen sehr erfolgreichen Mittelständlern die ohne Not hier bleiben. Der Unternehmer sieht wo sein Geld hinfliesst, die Bürger sind stolz auf "ihr" Unternehmen. Altmodisch, aber mir gefällt es so. Ich will hinaus auf die Beteiligungen des Bundes durch die Gewerbesteuerumlage. Afaik eingeführt damit die Gemeinden nicht zu sehr um die Gunst der Firmen buhlen. Redest du von Investitionsgeldern? Nein, einfach von Bürgern/Firmen die ihr Geld ins Ausland transferieren. Klingt nach Bild aber ich sehe es eben sehr einfach. Man sollte leute die Ihr Geld wieder ins Land bringen nicht mit 25% Abgeltungssteuer bestrafen sondern versuchen die leute dazu zu bringen in innovative neue Produkte zu investieren. Ich mag mich irren, aber ich glaube die Landfläche Deutschlands ist konsant gleich groß, von daher kann da nicht einfach ein "Überangebot" erzeugt werden. Ok, man könnte nach "alter Manier" die Grenzen mal wieder ausweiten, aber das kommt meist nicht sooo gut an... *hüstel* Ähm, aber selbst wenn man sich mal so die freien Flächen anschaut: Für viele Unternehmen ist es gar kein Problem "irgendwo" hin zu gehen und dort zu bauen, die meisten Städte/Gemeinden ändern da gerne ihre Bebauungspläne, wenn sie dadurch jemanden bekommen, der ihnen Geld (Steuern) bringt. Hö? Wo ist denn der Zusammenhang zwischen vorhandener Bebauungsfläche, Bevölkerungslaune, Bevölkerungswachstum und dem Krieg der Sterne? Du hast dich vor ein paar Sätzen doch noch gerade für die Lockerung von Bauauflagen ausgesprochen. Ein Großteil der heutigen Bauauflagen bezieht sich aber auf die entstehenden Emissionen und dienen damit dem Naturschutz (im gewerblichen Bereich). Also: Entweder oder. Entweder du lockerst baurechtliche Auflagen und senkst damit auch die Baukosten und machst es für Unternehmen interessanter hier zu bauen ODER du machst striktere Auflagen und verlangst umweltfreundliche Technik, die aber teurer ist und daher die Kosten steigen lässt und damit den Standort noch teurer machen. Ich rede von Bürgern. Die Menschen leben in Häusern mit Grundstücken einfach glücklicher als in Plattenbau- oder Reihenhaussiedlungen. Mit Überangebot meine ich daß die Kommunen mehr Bauland schaffen sollen, und die sinnlos strengen Auflagen lockern sollen. Eigentumshäuser sind natürlich wesentlich teurer, so erhöhen wir das Volkseinkommen. Bei den jetzigen Verkehrsmitteln hätten wir allerdings ein Problem mit der Umweltbilanz, also braucht es Hightechverkehrsmittel wie den Transrapid. Natürlich bedarf es noch tausend kleiner Detaillösungen damit das alles Sinn macht. Just my 2 cents, wo sind deine? |
![]() |
| Themen-Optionen | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Kinder statt Finanzkrise | icehouse | Politik & Wirtschaft | 17 | 27.05.2009 19:49 |
| Vereinfachte Erklärung der Finanzkrise | Neuromancer | FUN-Ecke | 7 | 28.03.2009 16:51 |
| Das Mittel gegen die Finanzkrise ist da | spritdealer | FUN-Ecke | 0 | 04.02.2009 08:10 |