Von Kanada aus hatte der Ex-Waffenlobbyist gedroht, seine ehemaligen Freunde könnten sich auf etwas gefasst machen, wenn er vor Gericht gestellt würde. Doch die Union sieht dem Verfahren entspannt entgegen - zumindest äußerlich.
Nach der Auslieferung des früheren Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber nach Deutschland hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) eine politische Einflussnahme auf das Verfahren ausgeschlossen. «Ich kann ihnen garantieren, dass die Justiz in ihrer Unabhängigkeit ihre Arbeit machen wird», betonte Seehofer am Montag in München. Eventuellen Enthüllungen von Schreiber sehe er «gelassen» entgegen. Äußerlich gelassen reagierte wenige Stunden nach der Rückkehr Schreibers auch die Bundes-CDU. Schreiber sei jetzt eine Sache der Justiz und nicht der Politik, hieß es aus dem Adenauer-Haus. Der FDP-Innenexperte Max Stadler sagte «Spiegel Online» indes, Schreibers Aussagen würden für CDU und CSU «bestimmt nicht angenehm». Er rechne jedoch nicht damit, dass der Fall den Bundestagswahlkampf entscheidend beeinflussen werde.
Schreiber war eine der Schlüsselfiguren in de CDU-Parteispendenaffäre. Die Strafverfolger werfen dem 75-Jährigen Steuerhinterziehung, Bestechung, Beihilfe zur Untreue und zum Betrug vor. Er hatte sich nach Kanada abgesetzt und sich über Jahre hinweg mit allen Mitteln gegen seine Auslieferung gewehrt.
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Meine Meinung:
Interessant, das werd ich mal weiter verfolgen. Das könnte noch 'lustig' werden.